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Keine Buergschaften fuer den Ilisu-Staudamm in Nord-Kurdistan / Tuerkei!
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Newsgroup: cl.politik.allgemein
Posted by: Kurdistan Infos
2006-09-06 04:05:54

## Nachricht zur Information/Dokumentation weitergeleitet


Keine Bürgschaften für den Ilisu-Staudamm in Nord-Kurdistan / Türkei!

Rettet die antike Stadt Hasankeyf und das Tigristal!

Die Türkei plant nun zum zweiten Mal am Tigris den Groß-Staudamm Ilisu
mit einer Bürgschaft durch Kreditversicherungen anderer Länder zu
errichten. Schon 2001/ 2002 scheiterte das Ilisu-Projekt mit seinen
negativen Auswirkungen am Widerstand der Lokalbevölkerung und des
internationalen Protestes.

Am 5. August wurde mit großem Szenario vor Ort durch den türkischen
Premier Recep Tayyip Erdogan der Baubeginn bekanntgegeben. Trotz unklarer
Finanzierung und breiten Protesten über die Grenzen der Türkei hinaus
will die Regierung Fakten setzen für das umstrittene Bauwerk.

Der Ilisu-Staudamm würde bei Realisierung bis zu 200 Ortschaften
betreffen und mindestens 55.000 Menschen zur Umsiedlung zwingen. Die
Hälfte der Landbewohner wird keine Entschädigung erhalten. Sie werden in
den Slums der Großstädte landen und die ohnehin grossen sozialen Probleme
vertiefen.

Die einzige aus der Antike und dem Mittelalter in Anatolien/Mesopotamien
weitgehend erhaltene historische Stadt Hasankeyf wird unter den Fluten
verschwinden. Weitere historische Fundstätten am Tigris werden ohne
Ausgrabungen ebenfalls überflutet werden.

Das sehr wertvolle und relativ gut erhaltene Ökosystem des Tigris mit
seiner reichhaltigen Flora und Fauna würde durch das geplante Projekt
zerstört. Mensch und Tier würde durch Versalzung und Versandung des
aufgestauten Wassers die Lebensgrundlage entzogen. Das Tal des Tigris und
das seiner Nebenflüsse hat mit seiner besonderen Artenvielfalt eine
unersetzliche Bedeutung für die Ökologie einer ganzen Region. Wie andere
Staudämme des weltweit größten Wasserkraft- und Bewässerungsprojektes GAP
(Südostanatolienprojekt) wird auch Ilisu durch die Fehlplanung und die
Nichteinbindung der regionalen Bevölkerung entgegen aller Argumente der
Projektbetreiber den Menschen der Region keinen ökonomischen Nutzen
bringen.

Während es für die Energieerzeugung und die regionale Entwicklung eine
Vielzahl von Alternativvorschläge gibt, besteht die Türkei nach wie vor
auf dem Ilisu-Projekt. Das Wasser des Tigris und auch des Euphrats kann
mit der Staudammpolitik des türkischen Staates kontrolliert werden und
zukünftig als Waffe gegen die südlichen Nachbarländer eingesetzt werden.
Irak und Syrien geraten so in Abhängigkeit des türkischen Staates.

Mit der Gewährung einer Bürgschaft – in Deutschland durch die
Kreditversicherung Euler Hermes – für den Ilisu-Staudamm würden die
Regierungen von Deutschland, Österreich und der Schweiz mitverantwortlich
für die Zwangsumsiedlung Zehntausender Menschen, den Untergang eines
weltweit nicht zu vergleichenden kulturellen Erbes, die Zerstörung eines
unersetzbaren Ökosystems und die mögliche Zunahme von Konflikten in der
Region. Es liegt ein solcher Antrag der deutschen Firma Ed. Züblin, der
österreichischen VA Tech Hydro und der schweizerischen Alstom bei den
Institutionen der entsprechenden Ländern vor.

Noch im September will die deutsche Regierung über die Gewährung der
Bürgschaft durch die Kreditversicherung Euler Hermes entscheiden.

Werden sie aktiv und zeigen sie Ihren Protest. Schicken sie E-Mails,
Faxe, Briefe oder Postkarten (können bei der ISKU bestellt werden) an die
beteiligten Ministerien.


Bundesministerin

Heidemarie Wieczorek-Zeul
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ)
Stresemannstraße 94
10963 Berlin
Fax: 01888-5353500
poststelle@bmz.bund.de

Bundesminister
Michael Glos
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
Scharnhorststr. 34–37
10115 Berlin
Fax: 030-2014 7010
info@bmwi.de

Bundesminister
Frank-Walter Steinmeier
Auswärtiges Amt (AA)
Werderscher Markt 1
10117 Berlin
Telefax: 030-5000-3402
info@auswaertiges-amt.de

Bundeskanzlerin
Angela Merkel
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin
Fax: 030-40001818
InternetPost@bundesregierung.de


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